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Neujahrsempfang in der Nordregion am 14. Januar 2012 in Meuselwitz

Gedicht von Frau Luise Perchner

Frau Luise Perchner - Neujahrsempfang 2012 Ach wie schnell die Zeit vergeht

2012 im Kalender steht
Als ich 2010 aus dem Koma wieder kam
fing gerade 2011 an
und da war weit und breit
das ganze Altenburger Land zugeschneit.
Streugut fehlte in mancher Halle
und die Schneeschieber waren auch fast alle,
überall gab es großes Bangen
vom Frühling war ein Stück vergangen
sorgenvoll wurde zugeschaut
dann war der Schnee plötzlich weggetaut.

Nun gab es gar nichts mehr zu fluchen
Thema Schnee war weg, nun mussten die Meuselwitzer was anderes suchen.

Sie fanden etwas, haben so vieles vor
es fehlt zwar das Geld, aber auch ein Tor.
Nicht das auf dem Fußballfeld
nein, es ist das Schlosstor, was plötzlich fehlt.
Wenn Gäste kommen zu allen Zeiten
will man sie durchs Tor zum Schloss begleiten
das möchte man einst schauen
zurzeit gibt's wieder Lupinen zu hauen
wo auch jeder Kern aufgeht
- wer hat die überhaupt ausgesät?

Das Schlosstor war nach dem Angriff noch da, einst stabil errichtet
wurde es dann von den Freunden vernichtet.
Nun gibt es wieder Träume
man wartet auf gespendete Bäume
- ob man dann auf dem Schlossgebiet
überhaupt die Umrissmauer noch sieht?

Die Stimmen um das Einkaufscenter waren auch laut
trotzdem wurde Aldi gebaut.
Es muss sich in unserer Stadt was bewegen
paar sind dafür, paar dagegen,
es ist nicht gut, wenn eine Stadt
da vielleicht noch Quertreiber hat.
Wichtig wäre bei Jung und Alt
immer der Zusammenhalt.
Wie natürlich jedes Jahr
vor Weihnachten das Chorsingen in der Kirche war
sie war bis auf den letzten Platz besetzt
wo waren aber die Ehrengäste jetzt?

Von der Stadt kam nicht einer
- sozusagen keiner
Ob jemand zwischen den Reihen saß
dann entschuldigt, falls ich ihn vergaß.
Vielleicht sollte man bedenken
wie zum Stadtfest Bier, zu Weihnachten Glühwein auszuschenken.

Viele Vereine haben sich auf ihrem Gebiet
um die Gäste auf dem Markt bemüht.
Weihnachtsmarkt ist da Tradition
das wissen die Meuselwitzer schon
wenn auch oft die Altenburger regieren
wir wollen als Außenanlage auch existieren
denn bei Umfragen in der OVZ - das haut nicht hin
stehen nur Altenburger Bürger drin.
wir werden da ein bisschen gemobbt
und wir sind auf keinen Fall bekloppt.

Beim Neujahrsempfang sieht man heute schon
wir sind doch eine gute Region.
Polizei sieht man aber kaum in Meuselwitz
sie hat auf den Meeden ihren festen Sitz.
Kommen aber mal besonders viele
hat man das Fußballstadion zum Ziele
da sieht jeder in unserer Stadt
wie viel Thüringen Polizisten hat.
So beschützt kann man eben
in Ruhe ein großes Spiel erleben,
dann kommen noch die Biker aus Wengschdorf
wenn sie durch die Stadt rasen
aber ansonsten werden wir in Ruhe gelassen.

Sport gab es stets in unserer Stadt
gut, dass man viele Vereine hat.
Unser MAV
bringt alle Ergebnisse genau.
Es wäre aber schön,
ihn in allen Stadtteilen zu sehn'.
Da kann man auch erfahren
was es für Sport gibt in älteren Jahren
- falls da die Knochen
noch nicht gebrochen.

Vielleicht können sich auch die Vereinskassen
2012 wieder füllen lassen.
Man kann leider viele Kommunen aufzählen,
wo überall Moneten fehlen.
Bei Geld schauen alle traurig wenn ich da in die Runde gucke
- Herr Rydzewski, Frau Golder, Frau Backmann aus Lucke.
Den Herrn Burkhardt sieht man lachen
ob die in Kriebitzsch, ihr Geld selber machen?

Alle Leute meinen, dass man einkaufen soll
der Briefkasten mit Angeboten ist voll
auch von Rossmann ist was dabei
der ist in Meuselwitz ganz neu.
Groß ist nun das Einkaufsgeschehen
man kann viele Leute sehen
aus Spora, Nißma, Poderschau, Kriebitzsch usw. kommen Kunden
die sind unserem Meuselwitz verbunden.
Überall gibt's genug zum Essen
nur die Konfektion wurde vergessen.
Vielleicht baut man dafür jetzt ein Haus
in der Bahnhofstraße aus
- ich habe mir gedacht
jetzt wird der Anfang vom Boulevard gemacht.
In jedem Haus war einst ein Geschäft zum Einkaufen
und ich habe mir beim Flanieren die Sohlen abgelaufen.

Was das Bauen betrifft wurde inzwischen
das geplante Pflegeheim gestrichen.
Aber wieso macht man das
es ist auf keinen Käufer oder Sponsor Verlass.
Dann fällt, so hieß es, eine Gartenanlage ein.
Anfänglich ist es nur ein Loch
aber geräumt wird die Anlage doch.
Das haben wir im Meuselwitzer Fernsehen,
obwohl es traurig war, gesehen.

So gibt es Ereignisse von allen
von den guten Meuselwitzern und von den Radikalen.

Es ist so viel Schlimmes in der Welt
da ist es wichtig, dass man zusammenhält.

Als es in Lucka brennt, kommt auch von Meuselwitz her
zur Hilfe unsere Feuerwehr.
Aus ihrem neuen Haus
rasen sie besonders schnell raus.

So tat sich also auch 2011 wie in allen Ländern
in unserer Stadt manches verändern.
Ein neuer Getränkemarkt wurde eingeweiht
dass er gut läuft, vor allem das Bier, will man hoffen
in manchen Ecken wird getrunken oder mehr gesoffen. Wenn man nun bald den Frühling erwartet
der hoffentlich eher als im Vorjahr startet
und wir doch bisschen Geld in die Stadtkasse kriegen
realisiert man die Pläne, die sicher schon auf dem Rathaus liegen.
Naja, irgendwie wird es weitergehn'
schön oder nicht so schön.

Nur Gutes hat der Herr Landrat gesagt
mich hat er aber noch nicht gefragt.
Aber die Frau Golder, als unsere Bürgermeisterin bekannt,
nimmt das Geplante schon in die Hand.
Was musste ich jahrelang über die Huckeln
auf dem Kirchweg nach Schnauderhainichen langzuckeln.
Jetzt, wo ich nicht mehr Rad fahren kann
ist der Weg wie eine Autobahn.
Nun kam die Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht
gerade in die Gießerei, sie hatte Recht
und verkündete allen,
ein anderer Weg würde ihr gefallen.
Nach vielen Diskussionen in vielen Jahren
können die Arbeiter (auch die Angestellten) in die Geißerei und zu Herkules bald mit dem Rade fahren.

Wenn nun alle, was ich nie einsehe, bis 67 arbeiten müssen
können sie den Weg begrüßen und genießen
da bekommen sie zum Glück
ein bisschen Freizeitbewegung zurück.
Auf diesen Weg freut sich sicher schon
als Rennstrecke die nächste Generation.
Vielen Vereinen werden wir heuer gönnen,
dass sie ihr Jubiläum feiern können.

Und was noch 2011 alles war
die Gießerei wurde 40 - ich 85 - Jahr.

Alle Meuselwitzer hoffen, dass es warm in der Wohnung bleibt
und man auch in Zukunft ein gutes Kraftwerk betreibt.

Ich selbst wünsche mir im neuen Jahr Ruhe und Frieden
und vielen Vorhaben sei Gutes beschieden.
Denn es gab schon im Krieg manchen Tag
wo Meuselwitz in Trümmern lag.
Also dann
packen wir es gemeinsam an.

Bald wird vernommen,
die Störche in der Hasag sind gekommen.

 Macht aus allem das Beste, seid über vieles froh
das Jahr 2012 vergeht wieder - so oder so.

Ich bin aber stets daran interessiert
was 2012 im Altenburger Land passiert.

Ich wünsche Ihnen alles Gute fürs neue Jahr und
bleiben Sie recht gesund

Ihre Luise Perchner


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